Begonien

Begonien gehören zu einer sehr artenreichen Pflanzengattung und zeichnen sich durch ihre große morphologische Vielfalt aus. Je nach Art variieren sowohl Blattformen als auch Wuchsformen und Blütenstrukturen deutlich. Ursprünglich stammen Begonien aus tropischen und subtropischen Regionen in Asien, Afrika sowie Mittel- und Südamerika, wo sie in unterschiedlichsten Habitaten vorkommen.

Die Gattung Begonia umfasst über tausend Arten sowie zahlreiche Hybriden. In der Natur wachsen Begonien je nach Art terrestrisch auf dem Waldboden, lithophytisch auf Felsen oder in besonders feuchten, schattigen Waldstandorten. Diese Anpassungsfähigkeit erklärt ihre unterschiedlichen Ansprüche in der Kultur. Grundsätzlich bevorzugen die meisten Arten ein luftiges, gut durchlässiges Substrat und reagieren empfindlich auf Staunässe.

Innerhalb der Gattung lassen sich grob Blattbegonien, wie etwa Rex-Begonien, und blühende Begonien unterscheiden. Blattbegonien werden vor allem wegen ihrer variablen Blattstrukturen, Farben und Zeichnungen kultiviert, während andere Arten durch ihre kontinuierliche oder wiederkehrende Blüte charakterisiert sind.

Für ein gesundes Wachstum benötigen Begonien meist helle bis halbschattige Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung, konstante Temperaturen und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne Vernässung des Substrats ist entscheidend, da viele Arten empfindlich auf dauerhaft feuchte Bedingungen reagieren.
👁Die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
- Schwierigkeitsgrad: einfach bis anspruchsvoll
- Licht: hell bis mittelhell
- Wasser: gleichmäßig leicht feucht
- Luftfeuchte: mittel bis hoch
- Substrat: locker und durchlässig
💚Sorten:
- Blattbegonien (z.B Begonia rex) > spektakuläre Muster & Farben
- Blütenbegonien > lange & üppige Blüte
- Rhizom- & Knollenbegonien > unterschiedliche Wuchsformen
📝Merkmale:
- Auffällige Blätter oder Blüten
- Kompakter bis buschiger Wuchs
- Ideal für Innenräume
🏠Standort in der Wohnung:
- Hell bis halbschattig, keine direkte Sonne (verbrennt die Blätter)
- Temperatur: ideal sind 18 – 24°C
- keine Zugluft, nicht direkt über der Heizung platzieren
- Luftfeuchtigkeit: mittel bis hoch (50 – 70%)
💦Gießen:
- Erde regelmäßig leicht feucht halten
- Oberste Erdschicht antrocknen lassen, dann gießen
- Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser verwenden (am besten Regenwasser)
- Im Sommer: 1 – 2x pro Woche
- Im Winter: weniger
- Staunässe unbedingt vermeiden (zum Beispiel über eine Drainage), da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann
🤎Erde/Substrat:
- Lockere, humusreiche Erde
- Gemischt mit Perlit oder Sand für bessere Drainage
- Ziel: gute Wasserspeicherung & keine Verdichtung
💩Dünger:
- Wachstumsphase (Frühjahr-Sommer): alle 2 Wochen leicht düngen
- Winter: wenig bis gar nicht
- Geeigneten Flüssigdünger (Plagron oder Hesi) leicht dosieren (lieber zu wenig als zu viel)
- Blütenbegonien: etwas mehr Phosphor fördert die Blütenbildung
Pflege:
- Regelmäßig, aber nicht zu intensiv pflegen
- Empfindlich gegenüber Staunässe
- Blätter möglichst nicht direkt besprühen (Pilzgefahr)
- Tipp: lieber Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen, statt die Pflanze zu besprühen
🆘Häufige Probleme:
- Matschige Stängel > zu viel Wasser
- Braune Blattränder > trockene Luft oder unregelmäßiges Gießen
- Blattflecken > oft Pilzbefalle (zu feucht / Blätter nass)
- Schwaches Wachstum > zu wenig Licht oder Nährstoffe
❄️Winterpflege:
- weniger gießen
- weniger düngen
- heller Standort
🌿Allgemeiner Pflegehinweis:
Für langfristig gesunde Pflanzen empfiehlt sich die Kombination aus organischer und mineralischer Düngung, da beide Systeme unterschiedliche Vorteile für Wachstum, Mikrobiologie und Nährstoffverfügbarkeit bieten. Zusätzlich sollte der pH-Wert des Gießwassers regelmäßig kontrolliert und je nach Pflanzengattung angepasst werden, da er direkten Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen hat. Auch der Leitwert (EC) des Wassers sollte an die jeweilige Pflanzengruppe, Größe und Wachstumssituation angepasst werden.
Stehen Pflanzen dauerhaft unter Zusatzbeleuchtung und bleiben Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch im Herbst und Winter konstant, kann die Pflege häufig ähnlich wie während der sommerlichen Wachstumsphase fortgeführt werden. Dazu zählen insbesondere Gießverhalten, Düngung und allgemeine Wachstumsbedingungen.Blätter und Neuaustriebe sollten regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden, da ein früher Befall deutlich einfacher zu behandeln ist. Bei festgestellten Schädlingen empfiehlt sich eine schnelle Isolation der betroffenen Pflanze, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Zur Vorbeugung und Behandlung bevorzugen wir den Einsatz von Nützlingen und biologischen Maßnahmen. Stärkere Pflanzenschutzmittel sollten möglichst nur im Ausnahmefall und gezielt eingesetzt werden.
Bei Schädlingsbefall können Blätter vorsichtig abgespült werden. Dabei sollte möglichst verhindert werden, dass belastetes Wasser in das Substrat gelangt.

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